Aufgabenübersicht

Sicherheitsaufgaben zum Schutz des menschlichen Lebens auf See [Mehr dazu]

  • Beobachtung der internationalen Seenotfrequenzen
  • Leitung des Notverkehrs
  • Peilung des Havaristen und der Hilfsfahrzeuge
  • Benachrichtigung amtlicher und privater Stellen, die Hilfe leisten oder die Hilfe veranlassen können
  • Benachrichtigung von Presse, Rundfunk und Fernsehen

Kommerzielle Aufgaben [Mehr dazu]

  • Funktelegramme
  • Funkgespräche
  • Funkfernschreiben

Aufgaben zur Sicherung der Navigation

Funkärztlicher Beratungsdienst

Aufgaben zur Sicherung der Navigation +
Funkärztlicher Beratungsdienst (MEDICO)


 
 








 

Aufgaben zur Sicherung der Navigation

 Zur Sicherung der Navigation verbreitete Norddeich Radio regelmäßig zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Frequenzen

  • Wetterberichte
  • Zeitzeichen

und bei Bedarf

  • Wetterwarnungen
  • Eisberichte
  • Nautische Warnnachrichten

Vom Seewetteramt in Hamburg erhielt Norddeich Radio zweimal täglich einen Wetterbericht und bei entsprechender Wetterlage eine Sturm- oder Orkanwarnung. Der Wetterbericht wurde um 08:10utc und 20:10utc auf Grenzwelle gesendet. Die Aussendung der Wetterwarnungen erfolgte sofort nach Eingang und wurde zu bestimmten Zeiten wiederholt.

Aufgrund des Zeitzeichens von Norddeich Radio wurde durch den Funker an Bord die Uhrzeit der Stationsuhr im Funkraum einmal täglich sekundengenau aktualisiert.

Die Aussendung eines Eisberichts erfolgte bei einer entsprechenden Bedrohungslage durch Eisgang.

In Zeiten, wo es noch keine satellitengestützte Navigation gab, waren Nautische Warnnachrichten von großer Bedeutung. Wenn Seezeichen nicht an ihrer auf der Karte angegebenen Position, oder sogar verlöscht waren, musste das bei der Navigation bekannt sein. Außerdem warnten Nautische Warnnachrichten z.B. vor Wracks und anderen gefährlichen Hindernissen.

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Funkärztlicher Beratungsdienst

Eine Aufgabe der Küstenfunkstelle war der Funkärztliche Beratungsdienst, der vor allem für die Seeleute eine wichtige Bedeutung hatte.

Schiffe auf hoher See hatten nur in wenigen Fällen einen Arzt an Bord. Ausgenommen größere Passagierschiffe, die aufgrund des Schiffssicherheitsvertrages einen Arzt in der Besatzung haben mussten.

Wenn auf einem Frachtschiff jemand unterwegs schwer erkrankte, dann konnte der Kapitän durch Vermittlung von Norddeich Radio Ratschläge von einem Funkarzt einholen. Diese wurden als sogenannte MEDICO-Telegramme (MEDICO CUXHAVEN) oder als MEDICO-Gespräche geführt.

Solche Telegramme oder Gespräche wurden von der Küstenfunkstelle mit Vorrang, also vor allen anderen Telegrammen oder Gesprächen - mit Ausnahme von Seenotfällen - behandelt. Sie wurden kostenlos an das Stadtkrankenhaus Cuxhaven übermittelt, deren Ärzte die medizinische Beratung durchführten.

Auch heute noch ist das jetzt privatisierte Krankenhaus in Cuxhaven für die funkärztliche Beratung zuständig. Wer näheres darüber erfahren möchte, kann sich hier informieren. Dort gibt es auch einen Link zur Geschichte der Funkärztlichen Beratung.

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